ÜBER MICH.

CLARISSAKORK ist mein Label und entstand aus meiner Leidenschaft zu Interior Design, meiner Erfahrung als Textilerin und dem großen Wunsch, selbstständig einer kreativen Arbeit nachzugehen. Ich liebe schöne Dinge, hochwertige Materialen und ordentliches Handwerk. All diese Dinge und meine ganze Leidenschaft steckt in jedem Stück CLARISSAKORK – sie sollen dich lange begleiten und dir Freude bereiten. FINDE DEIN LIEBLINSSTÜCK!

15 FRAGEN AN CLARISSA
Wann hattest du zum ersten Mal Kork in der Hand?

Kork als solches wie ich es jetzt verarbeite hatte ich das erste Mal im Februar 2018 in der Hand. Noch vor nicht allzu langer Zeit war mir Kork nahezu unbekannt. Natürlich kannte ich Kork als Weinstopper und als 70er-Jahre „Fliesenboden“.

Eher durch Zufall habe ich mich in die Eigenschaften eingelesen. Ich war einfach echt verblüfft, wie ein Material so eine Fülle an Eigenschaften mitbringen kann. Am besten finde, dass Kork antimikrobiell ist, und dass er die Wärme der Luft absorbiert und speichert.

Ausschlaggebend um damit zu arbeiten war für mich auch die die Tatsache, dass Kork aus einer nachwachsenden Rinde gewonnen wird – und diese Rinde so geerntet werden kann, dass der Baum dabei nicht sterben muss.

Was hast du im Job für’s Leben gelernt?

Um ehrlich zu sein hatte ich viele Jobs in vielen Bereichen. Die Visitenkarten und Mail-Adressen, die ich hatte, könnten schon ein kleines Büchlein füllen. Aber ich hatte immer tolle Jobs und wenn es mal nicht so toll war: Gelernt hab‘ ich überall etwas. Man muss nur aufmerksam sein und schauen wo man was mitnehmen kann. Oft sind es eben die kleinen Dinge, die irgendwann wichtig sind – und sei es nur zu erkennen wo die eigene Schwäche liegt oder wie man in einem Programm den einen tollen Kniff lernt. Ich war in der Textilbranche in Bulgarien und in in China. Zwei Mal hat es mich auch in Werbeagenturen verschlagen. Was ich dabei vor allem gelernt habe? Alle kochen nur mit Wasser.

Wie ist deine Leidenschaft für Kork entstanden?

Einerseits fasziniert mich die Optik, es ist gefärbt sehr lederähnlich und dabei aber vegan. Was die Leidenschaft entfacht hat sind die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten: Vom Schuh bis zur Couch und zum Tischset ist alles möglich – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Und was ich daran liebe: Es ist nicht nur schön, es macht auch einfach so viel Sinn Kork zu verwenden. Kork ist gelenkschonend, warm, antibakteriell, pflegeleicht und ein nachhaltiges Naturmaterial.

Träumst du nachts von Kork?

Eher lässt mich der Kork manchmal nicht einschlafen – weil ich stets grüble, was für Produkte ich machen könnte, wie man diese am besten umsetzen kann, welches Muster wohl als Stickerei gut aussehen könnte oder was für Themenwelten für Kinder spannend sein könnten.

Was hat dein Sohn mit deiner Korkleidenschaft zu tun?

Viel ? Mein Sohn war zumindest phasenweise ein sogenanntes Spei-Kind. Sprich – die handelsübliche Baumwoll-Krabbeldecke war des Öfteren bekleckert. Dann haben wir noch eine Katze, der gefiel die Decke auch ganz gut – somit war die Decke mehr in der Waschmaschine als am Boden – allein deswegen schon nicht gerade umweltfreundlich. Naja und wenn die Decke dann mal am Boden war, hat Mini-Me versucht sich, vorwärts zu bewegen. Klappt leider nicht – Krabbeldecken sind in der Regel nicht rutschfest. Uns so ließ er schon früh seinem Zorn freien Lauf. Mein erster Prototyp war ein bestickter Korkteppich. Diesen habe ich im Badezimmer auf Herz und Nieren geprüft. Als Mama nimmt man das Kind ja überall hin mit. Im Badezimmer lag er dann also so auf dem Korkteppich, und – natürlich hat er wieder gespuckt – aber einmal drüber wischen und alles war weg.

Dann begann ich intensiver darüber nachzudenken. Und stellte fest, dass sich Kork nicht nur deswegen perfekt für Kinder eignet. Er bleibt flach am Boden liegen, wenn sie versuchen zu krabbeln. Der Teppich fuselt auch nicht, und Bakterien haben bei Kork keine Chance. Perfekt also. Diese Menge an Vorteilen schafft kein anderes Material.

Was hast du in deinem Job als Textilerin gemacht?

Ich war in ganz unterschiedlichen Bereichen tätig, begann als Auslandstechnikerin in Bulgarien und in weiterer Folge als Produktmanagerin. Als Produktmanagerin habe ich große Outdoormarken mit ihren Kleidungsstücken von der Entwicklung eines Designs bis zur Produktion begleitet. Von der Auswahl des Stoffes, über die Entwicklung der Zubehöre wie Stick, Druck, Zipper und vielem mehr. Das Fitting der Schnitte und die Zeit- und Kostenplanung waren meine Aufgaben. Später war ich für eine Unterwäschemarke in der Qualitätssicherung in China tätig, hier lag der Ball bei mir, wenn es darum ging, die Kollektionen vorzubesprechen und die Qualitätsstandards festzulegen.

Was war dein Traumberuf als Kind?

Viele kreative Dinge haben mich interessiert, wie zum Beispiel Goldschmiedin, Dekorateurin für Schaufenster oder Fotografin. Aber mein Traumberuf war immer Modedesignerin.

Was war früher dein liebstes Schulfach?

Natürlich Zeichnen.

Was war beruflich der prägendste Moment in deinem Leben?

Meinen ersten Job trat ich mit 18 an und bereits eine Woche nach der Zusage flog ich mit einer gleichaltrigen Arbeitskollegin das erste Mal nach Bulgarien. Wir waren dort zuständig für die Einhaltung der Qualität. Mehr oder minder auf uns allein gestellt. Kurze Zeit später war ich auch oft ganz allein da. Einerseits war das ein großes Vertrauen, dass mir da entgegengebracht wurde. Aber es war definitiv kein Job für Grinsekatzen. Es galt sich täglich gegen resolute Nähsaalleiterinnen durchzusetzen, um auf gewissen Standards zu bestehen.

Prägend war aber für mich auch zu sehen, wie die Leute in Bulgarien wohnen und arbeiten. Für mich hat sich eine komplett neue Welt aufgetan. Bulgarien ist ein sehr armes Land, damals noch mehr als heute. Der Kontrast für eine „Wälderschmelg“ (Bregenzerwälder Mädchen) war groß und ich begann meine Heimat noch mehr zu schätzen.

Was waren deine 3 wichtigsten Schritte, um genau das was du jetzt machst zu machen?

Ein der besten Entscheidung war für mich schon vor der beruflichen Laufbahn: Und zwar jene, die HTL für Bekleidungstechnik in Dornbirn zu besuchen. Ich habe dort so viel gelernt auf dem ich noch immer aufbaue, und ich konnte mich einfach kreativ und kaufmännisch entwickeln.

Am meisten gelernt habe ich aber sicher in der ersten Firma, bei der ich mit 19 Jahren große Kunden aus der Sport- und Textilbranche betreut habe. Ich war in der Firma auf mich gestellt, ich durfte und musste sehr viel entscheiden. Es war meine Aufgabe, die Entwicklung durch den Prototypenkanal und die Produktion zu bringen und gleichzeitig darauf zu achten, dass Qualität und Preis stimmen. Diese große Verantwortung machte es mir später umso schwerer mit weniger Verantwortung klar zu kommen – ich war danach immer schnell unterfordert.

Eine Erfahrung, ohne die mir mein Start in die Selbständigkeit ungemein schwerer gefallen wäre, war mein Job als Mediaberaterin bei einem Hochglanzmagazin. Mediaberaterin klingt wahnsinnig schön, aber man ist schlicht Verkäufer für Inserate und PR. Ich habe das gemacht, weil das Magazin wirklich ungemein schön und hochwertig war, und ich mir ansehen wollte, wie es entsteht. Und ich muss sagen: Inserate verkaufen ist sicher einer der härteren Jobs was das Durchhaltevermögen und die Hartnäckigkeit betrifft. Ein und denselben potentiellen Kunden auch nach dem 10. Nein wieder für die nächste Ausgabe anrufen – aber oft ist es so, dass sich dieses 10. Mal eben bezahlt macht. Allein das Telefonieren an sich war mir ja ein Graus, und es hat mich immer und immer wieder Überwindung gekostet bei neuen Firmen anzurufen – schließlich schreit ja keiner ‚Juhuu‘, wenn ein Verkäufer von einem Magazin am anderen Ende der Leitung ist. Es sind aber wichtige Schritte die gelernt sein müssen: Wenn ich heute im Fachhandel anrufe um meine Produkte vorzustellen, ist dies nichts anderes.

Es sind in Summe aber ganz viele kleine Schritte die man gehen muss: Zu sehen, wie verschiedene Menschen ihr Geschäft führen, wie Abläufe in unterschiedlichen Branchen funktionieren, oder wie man es eben nicht machen möchte.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Die Ideenfindung: Egal ob es jetzt ein grafisches Muster für die Stickerei ist oder wenn ich mir ein Produkt überlege. Bei einzelnen Figuren habe ich zwar Hilfe, aber was die Themenwelt, Platzierung und die Farbwerte betrifft, mach ich natürlich alles alleine. Da vergesse ich oft die Zeit am Laptop und bin stundenlang dran Farben auszuprobieren, und alles hin und her zu schieben, mir zu überlegen wo es wohl am besten aussieht – da geht es für mich um Millimeter und Nuancen. Manche verlieren da schon beim Zuschauen die Nerven.

Bei welcher Tätigkeit bist du im Flow?

Wenn ich an Grafiken am PC tüftle oder beim Spazieren in der Natur

Wenn du eine Sache auf der Welt – ohne Kork – verändern könntest: Welche?

Gerade im Bereich Lebensmittel sollte schon von Grund auf viel mehr gelernt werden. Aromastoffe, Zucker, Geschmacksverstärker. Wir essen so viel Unsinn, der uns krank macht. Viele wissen das einfach nicht und man erfährt es nur wenn man sich aktiv damit auseinandersetzt. Ich fände es gut, wenn dies in den Schulen Thema ist.

Wenn du eine Sache auf der Welt – mit Kork – verändern könntest: Welche?

Das sich die Menschen mehr darauf besinnen, was die Natur uns gibt. Zu überlegen welche Materialien es gibt und welche Produkte es aus Naturmaterial gibt.

Welche 3 Tipps würdest du der 15-jährigen Clarissa geben?

Nimm nicht alles so persönlich, sei selbstbewusst und glaub an dich.